Gluten und seine Wirkung auf unseren Darm und das Gehirn

Die Weizen-Waffe der Lebensmittelindustrie

Früher gab es kein Brot, Pizza oder Nudeln. Wir ernährten uns von Nüssen, Wurzeln, Früchten, Pflanzen, Fleisch oder Fisch. Im Laufe der Zeit – vor etwa 11.000 Jahren in der Jungsteinzeit – begann die Geschichte des Brotes.

Die Bauern pflanzten damals Emmer und Einkorn an, das sind die Vorfahren des heutigen Weizens. Damals aßen sie die Körner noch roh, bis einer – so sagt es die Geschichte – auf die Idee kam, die Körner zu zermahlen und einzuweichen. Etwas von dem Brei, der dadurch entstand, fiel zufälligerweise auf eine heiße Steinplatte und es entstand ein Fladen. Er war zudem noch wohlschmeckend, hatte einen angenehmen Duft, war lange haltbar und war ein praktischer Snack für unterwegs.

Ab diesem Zeitpunkt war Brot gar nicht mehr wegzudenken und viele können sich ein Leben ohne Brot gar nicht mehr vorstellen. So entstanden mit den Jahren immer mehr und ganz verschiedene Varianten des Brotes.

Für arme Länder ist Brot eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel geworden, da es günstig ist, sättigt und lange haltbar ist. Brot ist ein gutes Nahrungsmittel – vorausgesetzt der Rohstoff dafür, ist noch im ursprünglichen Zustand.

Seit ca. 500 Jahren wird Weizen industriell angebaut und gezüchtet. Doch leider hat unser heutiges Getreide mit den ursprünglichen Wildgräsern nicht mehr viel gemeinsam, da es gentechnisch verändert und mehrfach gekreuzt wurde, um die Backprozesse zu optimieren und möglichst viel Ertrag zu ernten.

Durch die verschiedenen Kreuzungen besteht unser heutiger Weizen aus fast 60% Gluten – früher waren es nur 5%.

Gluten ist ein natürliches Eiweiß, das in Weizen, Gerste und Roggen vorkommt. Es wird auch gerne als Klebereiweiß bezeichnet. Ohne dieses Eiweiß wäre das Brot steinhart, würde zerfallen und wäre auch nicht mehr so fluffig. Je mehr Gluten im Weizen vorhanden ist, umso besser hält das Brot zusammen.

Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit bzw. Glutenallergie können aufgrund mangelnder Enzyme, die dieses Eiweiß aufspalten können, nicht zu diesen Getreidesorten greifen. Die Symptome einer Glutenunverträglichkeit sind meist Unwohlsein und Magenschmerzen, nachdem sie weizenlastige Nahrung zu sich genommen haben. Andere leiden aber auch an Migräne, Gelenkschmerzen oder sogar Depressionen – doch diese Anzeichen werden mit einer Glutenallergie meist nicht in Verbindung gebracht.

Weizen ist so gut wie überall in verarbeiteten Lebensmitteln zu finden, da er gerne auch als Geschmacksverstärker eingesetzt wird. Auf den ersten Blick ist das erst gar nicht so ersichtlich – es sei denn, wir lesen die Inhaltsstoffe durch. Das Weizen in Weißmehl, Nudeln und Pizzateig enthalten ist, dürfte jedem klar sein, aber hättet ihr gedacht, dass Weizen in Fertigsuppen, Pudding, fettreduzierten Produkten, Pommes, Keksen, Wurst, Eis, Chips, Müsli, Schokolade oder sogar in Instant-Gemüsebrühe und noch vielem mehr enthalten ist?

Also aufgepasst: wenn Weizen drin ist, ist auch der Gluten-Kleber (Klebereiweiß) enthalten. Und wusstet ihr, dass sogar in der Industrie für die Herstellung von manchen Klebstoffen, wie Uhu, Kleister oder Holzleim auch gerne Guten zum Einsatz kommt?

Wenn wir also Brot und Co konsumieren, dann essen wir den Kleber gleich mit und unser Darm wird im wahrsten Sinne des Wortes damit zugekleistert. Aber das ist noch nicht alles: der Kleber wird zum Beispiel auch als Stoffwechselendprodukt in unsere Muskeln und Faszien mit eingebaut. So entstehen dann auch noch Muskelschmerzen und unschöne Cellulitis.

Doch warum kann zuviel Gluten für uns schädlich sein?

Nachdem einige Menschen die Enzyme zur Aufspaltung dieses Eiweißes nicht haben oder diese nur gering vorhanden sind, entstehen Peptide – das sind auch Eiweiße, die nicht verdaut werden können. Daraus ergibt sich ein Nährstoffmangel, da Vitamine durch die verklebte Darmwand nicht mehr in die Blutbahn gelangen können. Außerdem setzt zu viel Gluten unserer Darmwand bzw. unserer Darm-Blut-Schranke ziemlich zu und kann sie somit schädigen.

Wird die Darm-Blut-Schranke durchlässig, dringen unverdaute Nahrungspartikel und die Peptide in unsere Blutbahn und können über einen längeren Zeitraum hinweg zu körperlichen und sogar psychischen Schäden führen. Wenn die Darm-Blut-Schranke löchrig geworden ist, so spricht man über das “Leaky-Gut-Syndrom”. Und ein Leaky Gut kann jede Menge Autoimmunkrankheiten auslösen.

Zuviel Weizen schädigt aber nicht nur die Darm-Blut-Schranke, er kann noch viel mehr anrichten. Daher wird er auch gerne als Volksdroge bezeichnet, denn er macht süchtig und benebelt unser Gehirn. Ja – er hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Beim Konsum von Weizenprodukten, deren Gluten durch mangelnde Enzyme nicht aufgespaltet werden kann, entstehen sogenannte Exorphine. Exorphine haben eine ähnliche Wirkung wie Endorphine – diese sind auch wie Dopamin und Serotonin Glücksbotenstoffe, die sich positiv auf unsere Stimmung auswirken. Bevor wir zur exorphinen Wirkungsweise kommen, schauen wir uns deshalb die Endorphine erst noch etwas genauer an:

Endorphine sind Hormone, die unser Körper selbst produziert. Sie haben eine schmerzstillende und gemütserheiternde Wirkung. Endorphine werden zum Beispiel bei sportlicher Aktivität, einem erotischen Erlebnis oder einem wohlschmeckenden Essen ausgeschüttet, aber auch während einer Geburt oder wenn wir uns in den Finger geschnitten haben. Deshalb wird dieses Hormon gerne auch als Schmerzkiller bezeichnet und wirkt ähnlich wie Morphin. Endorphine aktivieren die Dopaminrezeptoren im Gehirn und wirken so direkt auf unser Belohnungszentrum.

Bei den Exorphinen schaut es ähnlich aus. Sie aktivieren ebenfalls für eine kurze Zeit unsere Dopaminrezeptoren und versetzen uns in einen kleinen Rauschzustand. Wenn wir Nahrungsmittel, die Exorphine enthalten essen, dann werden wir also “immer schön belohnt” – und das fühlt sich für uns wunderbar an. Wir müssen auch nicht mal was dafür tun – kein Sport, kein Sex – wir müssen nur essen. Dieser Rausch vernebelt unser Gehirn zwar nicht so, wie bei einem Drogenkonsum, aber es entsteht sozusagen eine “Sucht nach Nahrungsmitteln”, da die Exorphine auch noch eine Verbindung mit unseren Opioidrezeptoren eingehen. Durch den Kontakt mit diesen Rezeptoren entstehen Hungergelüste, denen wir nicht widerstehen können und somit ist eine Esssucht schon vorprogrammiert.

Brot, Pizza, Schokolade, Pommes und Chips sind die Klassiker unter den süchtig machenden Lebensmitteln, die uns nach ihrem Verzehr ein wohliges Gefühl vermitteln. Aber unterm Strich machen sie uns schläfrig, dick und benebeln unsere Sinne. Außerdem neigen wir dazu immer mehr von diesen betäubenden Suchtmitteln zu essen. Beim Öffnen einer Tafel Milchschokolade oder einer Tüte Chips bleibt meistens nichts mehr übrig, weil wir gleich die ganze Packung aufessen und manchmal sogar Nachschub holen.

Weizen macht uns also abhängig. Manche sind sogar davon überzeugt, dass das genmanipulierte Getreide absichtlich von der Lebensmittelindustrie eingeschleust und vielen Nahrungsmitteln bewußt zugesetzt wurde. Die Nahrungsmittel sollen uns absichtlich manipulieren, sodass wir davon nach kurzer Zeit immer mehr davon konsumieren. Das benebelte Gefühl nach dem Verzehr signalisiert uns wieder Energie zu tanken, damit wir wieder klar werden. Und womit tanken wir diese Energie auf? Am besten mit Weizen und Zucker in Form von Chips und Schokolade.

500 Gramm Toast – die Reinheit des Weizenrohstoffes – zigmal verarbeitet, in höchster Qualität und Güte, bekommen wir im Supermarkt für nur 89 Cent. Das ist der billigste Exorphin-Rausch, den man sich auf die Schnelle reinziehen kann. Am besten noch toasten, damit der eh schon ungesunde Zustand der Eiweißmoleküle noch mehr verändert wird und der Körper damit überhaupt nicht mehr weiß, wie er den Toast verwerten soll. Und dann noch viel Butter und Nutella drauf, damits noch besser schmeckt und schon gehts los: die Achterbahnfahrt mit tollen berauschenden Highlights hat begonnen.

Je abhängiger wir von den Exorphinen sind, desto besser ist es für die Lebensmittelindustrie und es kann noch mehr davon verkauft werden. Seltsam, dass genau diese Lebensmittel super günstig angeboten werden, damit sie sich auch wirklich jeder leisten kann. Doch auch die Pharmaindustrie profitiert stark davon. Wenn wir endlich dick und süchtig geworden sind, entstehen andere Krankheiten, gegen die es immer ein passendes Medikament gibt. Die am meist verkauften Medikamente sind Blutdrucksenker, Schildrüsentabletten, Magensäure-Blocker, Insulinspritzen, Abführmittel und Anti-Depressiva. Außerdem gibt es auch noch eine riesen Auswahl an Appetitszüglern – erst bekommen wir Appetit durch den Weizen und dann versuchen wir ihn durch Medikamente zu unterdrücken – das wird auf Dauer ganz schön teuer.

Würden wir mal ein paar Tage auf Brot und Co verzichten, werden wir höchstwahrscheinlich an “Entzugserscheinungen” leiden (z.B. Energielosigkeit, Depressionen oder Müdigkeit. Und genau diese Symptome brauchen unbedingt wieder etwas, das sie verschwinden lässt – und das geht, wie wir wissen, am schnellsten mit Essen – am besten mit süßen oder fettigen Lebensmitteln. Was für ein Teufelskreislauf!

Die Lebensmittelindustrie hat Weizen zu ihrer Geheimwaffe gemacht, die unser Verhalten und unsere Gedanken steuern. Weizenprodukte sind im Prinzip nichts anderes als appetitanregende Opiate und wurden seit den 70iger Jahren immer weiter entwickelt und sogar gentechnisch verändert, um die Erträge zu potenzieren.

Klitzekleine Änderungen in seiner Aminosäuren-Struktur haben gereicht, aus Weizen einen “Dickmacher” werden zu lassen. Weizen ist also nicht nur ein Appetitanreger, sondern macht auch noch dick.

Diverse Studien haben herausgefunden, dass der Konsum von Weizenprodukten die tägliche Kalorienzufuhr um ca. 300 Kalorien erhöht. Das gleiche gilt leider auch für vermeintlich gesündere Vollkornbrötchen: denn auch im Vollkorn-Mehl ist heutzutage zu viel Gluten enthalten.

Abgesehen von Übergewichtigkeit, kann Weizen auch noch andere Krankheiten, wie zum Beispiel Zöliakie und Diabetes auslösen. Wer viele Kohlenhydrate konsumiert, neigt vermehrt zur Zuckerkrankheit. Denn Kohlenhydrate werden im Körper zu Zucker umgewandelt und lassen den Blutzuckerspiegel viel schneller ansteigen, als eine eiweißreiche Kost.

Beim Verzehr von zu viel Kohlenhydraten ist die Bauchspeicheldrüse ständig mit der Ausschüttung des Hormons Insulin beschäftigt, damit der Zucker in die Zellen gelangt. Wenn sich jedoch langfristig zu viel Zucker in unserem Körper befindet, ist die Bauchspeicheldrüse mit der Insulinproduktion irgendwann überfordert und stellt im schlimmsten Fall die Produktion des Hormons ein. Somit schwimmt ein Rest des Zuckers, der nicht an Insulin gebunden ist, frei in unserem Blut herum und ist sogar toxisch für uns. Das wiederum führt dazu, dass dieser Zucker in unsere Fettzellen eingeschlossen wird, damit er keinen Schaden anrichten kann. Daher sind viele Diabetiker auch übergewichtig.

Bei Zöliakie lösen Kohlenhydrate, die Gluten enthalten, eine Entzündung im Dünndarm aus, da aufgrund fehlender Enzyme das Eiweiß nicht mehr aufgespalten werden kann.

Der Darm besteht aus unzähligen Zotten und Ausbuchtungen, die dazu dienen eine möglichtst große Oberfläche zu bilden, um eine ausreichende Nährstoffaufnahme zu gewährleisten. Würden wir den Darm herausnehmen und ihn bis ins kleinste Detail ausbreiten, wäre er so groß wie ein Fußballfeld.

Bei Zöliakie-Patienten ist die Darmschleimhaut so sehr entzündet, dass sich diese Zotten immer mehr zurückbilden und das hat zur Folge, dass die Vitamine aus der Nahrung nicht mehr richtig aufgenommen werden können. Betroffene haben also immer einen Vitamin-Mangel und meist auch daraus resultierende körperliche und psychische Probleme.

Dass Gluten auch Auswirkung auf unser Gehirn hat, zeigen einige Untersuchungen mit Kindern, die an Autismus leiden:

In ihrem Urin wurden einige Opium-Peptide gefunden die darauf hinweisen, dass hier eine Glutenunverträglichkeit besteht. Gluten löst bei Autismus eine Immunreaktion aus, die nicht nur die typischen Symptome der Glutenunverträglichkeit hervorrufen, sondern auch welche, die zu einer Störung des Verhaltens führen können. Studien haben gezeigt, dass bei einer glutenfreien Ernährung die Gehirnvorgänge positiv beeinflusst wurden und somit eine bessere Therapiebereitschaft erzielt werden konnte.

Wenn wir körperlich und psychisch gesund bleiben und uns nicht manipulieren lassen wollen, dann sollten wir unbedingt auf Weizenprodukte verzichten.

Wir sollten die Inhaltsangaben lesen und Fertigprodukte, die Spuren von Weizen enthalten, meiden. Bei Backwerk, Pizza und Nudeln sollten wir auf andere Alternativen umsteigen, wie zum Beispiel Reis und Kartoffeln. Mittlerweile gibt es auch schon Nudeln, die aus Linsen, Mungobohnen oder aus der Konjakwurzel gemacht sind. Immer mehr in Mode kommen Nudeln, die aus Karotten oder Zucchini hergestellt sind. Es gibt viele Kochbücher in denen tolle und einfache Rezepte über die Gemüse Spaghetti zu finden sind – sogar in Restaurants stehen sie teilweise schon auf der Speisekarte. Tolle Alternativen zu Weißmehl sind auch Kokos- Sonnenblumen- oder Kürbiskernmehl.

Eine selbstgemachte Pizza aus Kürbiskernmehl ist viel bekömmlicher und schmeckt sogar noch viel besser, als eine weiße, manipulierte Diskusscheibe. Klar ist der Aufwand hier etwas größer, aber die Pizza kann auch noch am nächsten Tag gegessen werden, was spricht also dagegen, etwas mehr davon zu backen?

Wenn wir gesund bleiben wollen, dann sollten wir uns mehr Gedanken über die Lebensmittel machen, die wir in unseren Körper schleusen, denn letzten Endes liegt es an unserem Darm, wie er die Nahrung verwertet. Mit jeder Nahrung geben wir ihm die volle Verantwortung dafür, was danach mit uns geschieht. Ernähren wir uns natürlich, freut sich nicht nur unser Darm, sondern auch unser ganzer Körper mit Leib und Seele.

Nehmt euch einfach mal ein bisschen Zeit, geht in den Supermarkt und macht euch einen Spaß daraus, indem ihr die Inhaltsstoffe der Produkte studiert. Ihr werdet staunen, wo Weizen überall enthalten ist und wie geschickt er uns untergejubelt wird.

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